Finale Vorarbeiten

Grosses Refit – 17.03.2016 –

So langsam endet die langwierige Qual der Vorarbeit für die Lackierung. Nach dem letzten Primerauftrag folgt noch die 4. und auch letzte Schicht des Primers.
Zuvor muss jedoch nochmal die Vorarbeit genau begutachtet, entsprechend noch Stellen die nachbearbeitet werden müsses markiert und nachfolgend nachbearbeitet werden.
Heute ging es genau um die letzten beiden Punkte. Quasi das markieren von noch „unschönen“ Stellen sowie die Bearbeitung. Hierzu zählen noch evtl. Unebenheiten die mit Spachtel aufgefüllt oder entstandene Läufer die entfernt werden müssen.

Unterschiff Abklebeband entfernt
Als erstes wurde heute das Abklebeband am Unterschiff entfernt.

Zu spachtelnde Stellen
Nachfolgend wurden die Stellen die noch zu spachteln sind markiert.
Hier handelt es sich jedoch nur um Unebenheiten die ca. 0,1 – 0,5mm betragen – dennoch nach der Lackierung sichtbar wären.
Geschuldet sind diese Stellen an der Steuerbord-, Backbordseite sowie Heck noch Sascha W. – denn dieser hatte diese Stellen nicht oder nur unzureichend bearbeitet.

zu spachtelnde Stellen am Aussensteuerstand
Nach dem markieren ging es an das Oberschiff. Auch hier waren noch einige Stellen beizuspachteln – hier am Aussensteuerstand. Vermutlich werden sich nicht mehr alle Stellen finden lassen und bis zum nächsten Refit verbleiben. Denn Sascha W. hatte teils doch sehr tiefe Kanten eingeschliffen.

Pantrydach beispachteln
Auch auf dem Pantrydach fanden sich noch zwei kleine Stellen sowie auch die Kehlnaht vom Dach zur Fensterwand. Diese hatte Sascha W. aus unerklärlichen Gründen weggeschliffen.
Hierzu gab es einige Tips von Profis. Denn der Spachtel ist doch sehr zäh und läßt sich nicht gut in Fugen einbringen und dort nachfolgend glätten. Hier wollte ursprünglich Sascha W. mit Sika-Kleber die Fuge auffüllen. Das wäre jedoch mächtig in die Hose gegangen. Auch wenn sich Sika überlackieren läßt bleibt es flexibel. Dieses hat bei Temperaturschwankungen zur Folge, dass das Sika sich stärker als Epoxidspachtel verformt und der Lack mit hoher Wahrscheinlichkeit reißt. Hier wurde nun der Spachtel mit Micropearls aufgelockert und flüssiger gemacht. Als Micropearls wurden Hohlglaskügelchen genommen. So soll die Spachtelmasse sich nicht nur einfacher verarbeiten sondern nachfolgend auch besser schleifen lassen. Letzteres wird sich morgen zeigen.

Heck gespachtelt
Auch am Heck gab es immer noch einige paar minimale Unebenheiten die mit Spachtelmasse bearbeitet werden mussten.

Wulst gespachtelt
Auch eine Übergangsnaht an der Wulst am Heck, vom alten Untergrundlack zum Stahl, wurde beigespachtelt. Auch hier hatte Sascha W. seine Unfähigkeit bzgl. des Schleifens unter Beweis gestellt.

Heck gespachtelt
Sowie an den Davidträgern und der Befestigungsstelle des Fahnenmasthalters wurde beigespachtelt.

Ankerkasten
Auch gab es am Ankerkasten noch drei Stellen die unschön geschliffen wurden und somit beigespachtelt werden mussten.

Btw… die vielen Spachtelstellen an einem Schiff sind normal. Insbesondere bei Stahlschiffen. Insgesamt wurden bei der Justitia 4kg Spachtelmasse verarbeitet.

Wetter am 17.03.2016
Heute war wieder sehr schönes Wetter. Irgendwie war es wie Frühling – schön und warm. Zwischenzeitlich waren es ca. 15° Grad und für die kommenden Tage wurden auch angenehme Temperaturen angekündigt – auch wenn die Sonne sich nicht mehr so häufig zeigen soll. Im Moment zählen für die Lackierung ohnehin mehr die Temperaturen als die Sonne! 😉