Ein Hallenzelt muss her

Großes Refit – 21.11.2015

Man konnte es absehen und durch verschiedene Zwischenfälle die zu Verzögerungen im Refit-Projekt führten, steckt man nun im Winterwetter. Naß, kalt und windig. Und genau diese Umstände machen es unmöglich am Außenschiff weiter zu arbeiten.

Somit mußte eine Lösung her. Hallenplatz steht keine zur Verfügung. Unter einer Folie zu arbeiten ergibt keinen Sinn. Also recherchiert… mir kam die Idee von einem Partyzelt. Quasi die Zelte wo Schützenfeste etc. drin gefeiert werden. Groß, hoch und breit. Mal bei Vermietungen geschaut. Jedoch haben dies Vorlaufzeiten von Wochen und zudem sind nahezu alle Zelte durch das Flüchtlingsthema derzeit vergriffen.

Somit geschaut was solche großen Zelte kosten. Hier einen „relativ“ günstigen Anbieter gefunden. Denn die Anschaffung lohnt sich in zweierlei Hinsicht. Erstens für unser Refit-Projekt und zweitens für unseren Lackierer, der es danach weiter für weitere Projekte nutzen oder gar vermieten kann. Nach Übereinkunft mit unserem Lackierer habe ich dann das Zelt in den Maßen: Länge: 12m / Breite: 6m / Höhe: 5m bestellt. Und prompt 3 Tage später war es schon per Spedition da.

Nachdem es dann nun soweit am Donnerstag aufgebaut wurde, jedoch eine Person für den Aufsatz der Planung fehlte, war es nun am Samstag so weit.

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Das Lagerzelt ist von den Maßen her schon beeindruckend. Und zum Glück spielte heute ein wenig das Wetter mit um die Zeltplane anzubringen. Denn durch die teilweise großen Planen mit bis zu 13m Länge und 6m Breite stellt das schon eine Herausforderung dar. Vor allem bei Wind ist es unmöglich das Zelt zu bespannen.

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Es wäre einfacher gewesen die Decke des Zeltes am Boden zu bespannen und dieses dann hoch zu bauen. Denn von der Größe her hätte man das Schiff mit etwas Vorsicht auch ins Zelt einfahren und aufbocken können.

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Zwischenzeitlich wurde schon der Achterbereich geschliffen und grundiert. Insgesamt sieht das Schiff derzeit aus wie ein einziger Flickenteppich.

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Aufgrund des neuen Zeltes ist nun der Wind- und Bodenschutz auf dem Achterdeck nicht mehr notwendig. Hier haben wir uns entschlossen, bis zum Eintreffen der der restlichen Hilfe für das Bespannen des Zeltes, den Achterdeckboden abzudecken.

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Nun ist zumindest das Teakdeck ein wenig geschützt und man kommt gut in das Schiff.

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Auch am Bug in der Nähe des Ankers wurde die Woche über noch ein wenig geschliffen und versiegelt. Mehr war jedoch bei dem Wetter nicht möglich. Unter dem Anker sieht man eine Aufzeichnung. Hier sollen aus Edelstahl (V4A) Scheuerleisten angebracht werden und zukünftig den Rumpf beim Fieren des Ankers den Rumpf schützen.

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Irgendwann kam die erwartete Hilfe. Nun kurz abgestimmt und los gelegt. Die Deckenplane mit einem Gewicht von über 120kg und einer extremen Steifigkeit durch die Stärker der Plane war eine kraftvolle Herausforderung.

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Nach ca. einer Stunde Kraftanstrengung war es dann jedoch geschafft. Wir standen trocken. Genau passend. Denn da fing es an zu Regnen.

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Nach ca. 3,5 Stunden war nun die gesamte Zeltplane angebracht und man sah nun die wahre eindrucksvolle Größe des Zeltes. Leider nur von innen, denn draussen war es schon dunkel. Auch wenn es erst 19:15 Uhr war. Aber so ist das nun einmal im Winter.